Leadership: Neue Ansätze in der Führung

Shownotes

In dieser Episode sprechen wir mit Swantje Allmers, Gründerin & CEO von New Work Masterskills, über die Rolle von Authentizität, Flexibilität und Personal Branding in der modernen Führung.

Moderatoren: • Caroline Gellrich-van Brakel, Senior Partnerin und Head of Page Executive Deutschland & Österreich. Profil: https://www.pageexecutive.com/recruitment-expertise/consultant/caroline-gellrich-van-brakel • Daniel Knott, Associate Partner bei Page Executive Deutschland. Profil:https://www.pageexecutive.com/recruitment-expertise/consultant/daniel-knott

Gast: • Swantje Allmers, Gründerin & CEO von New Work Masterskills, Bestseller-Autorin und Podcast-Host. LinkedIn-Profil: https://www.linkedin.com/in/swantjeallmers/?locale=en

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Transkript anzeigen

00:00:09: Herzlich willkommen zu unserem neue Folge.

00:00:12: Heute haben wir eine ganz besondere Gästin, die Svanche Almas.

00:00:17: Wer sie noch nicht kennt, Svanche ist Gründerin, Bestsellerautorin, eine der führende Stimme der New Work Bewegung im Dachraum und LinkedIn Top Voice.

00:00:28: Liebe Svanche, schön, dass du da bist und herzlich willkommen.

00:00:31: Herzlich willkommen.

00:00:32: Vielen Dank.

00:00:33: Heute sprechen wir über ein Thema, das mir persönlich ... sehr am Herzen liegt und das ist das Thema Leadership.

00:00:39: Gemeinsam mit Svanche werfen wir einen Blick auf neue Ansätze in der Führung, erkunden die Relevanz von Personal Branding und sprechen unter anderem über das Thema Netzwerken, gerade in unserer Branche ein echtes Erfolgsinstrument.

00:00:55: Liebe Svanche, bevor wir einstiegen, machst du dich einmal persönlich vorstellen, wer bist du, was treibt dich an und wie bist du zu einem New Work gekommen?

00:01:05: Das ist eine gute und auch schwierige Frage.

00:01:08: Ich versuche das trotzdem mal kurz zu machen, weil du hast ja auch schon so ein tolles Intro gemacht.

00:01:13: Wie ich zu New Work gekommen bin, ich glaube, ich fange damit an, dann kann ich so ein bisschen mein Lebenslauf ausrollen.

00:01:19: Mein erster Job war mein schlimmster Job.

00:01:21: Da wusste ich allerdings noch nicht so ein New Work.

00:01:23: Das war meine Ausbildung in der Sparkasse, in dem ich in der Abitur war.

00:01:27: Das war damals, glaube ich, noch so ein Ding.

00:01:29: Also unheimliche Leute, die so grob mein Jahrgang sind, haben damals auch Ausbildungen gemacht und sind ähnlich begeistert.

00:01:37: Danach habe ich dann in Münster BWL studiert, war eine Zeit lang in der Forschung und hatte dann meinen ersten Job in einem Start-up.

00:01:46: Und es war eigentlich eine total positive Berufserfahrung, außer dass wir sehr, sehr viel gearbeitet haben.

00:01:51: haben, hat sie dann eine kurze Zeit in einem Konzern, wo ich irgendwie wieder auf Sparkassenniveau runtergezogen wurde, was meine Begeisterung für das Thema Arbeit anging.

00:02:01: Und das war vielleicht auch der erste Moment, wo ich mich damit befasst habe.

00:02:05: Woran liegt es eigentlich?

00:02:07: Also warum ist das nicht nur eine Aufwärtsbewegung, dass man am Anfang ein schlechtes Learning hat und dass man dann irgendwie sagt, okay, der nächste Job passt und der danach passt und immer besser, sondern Was ist eigentlich, was sind eigentlich die Fragen, mit denen man sich auseinandersetzen muss?

00:02:21: Und dann habe ich angefangen, Unternehmen zu beraten.

00:02:25: Das erspare ich euch jetzt diesen ganzen Weg, wie das dazu gekommen ist und so weiter.

00:02:29: Und habe dann ja nochmal viel mehr die Möglichkeit gehabt, in unterschiedliche Kontexte reinzuschauen.

00:02:35: Und mich hat das schon... total fasziniert, dass manchmal Teams total gut funktioniert haben, die Menschen richtig Bock hatten, Führungskräfte auch ganz toll geführt haben, wo man das okay verstehe, wo es herkommt.

00:02:48: Und dann gab es wieder Kontexte, wo man eigentlich schon aus einem Kilometer Entfernung gesehen hat, ja, das kann eigentlich nicht funktionieren.

00:02:56: Eigentlich hätte man schon viele Start-ups beraten, wo man eigentlich schon fast hätte sagen können, okay lasst es, weil Das wird nix und das ist eben ganz oft nicht das Thema, sondern das ist die Art und Weise, wie man zusammenarbeitet.

00:03:09: Und über den Weg bin ich dann auf das Thema New Work gekommen, natürlich auch über die Begegnung mit meinem heutigen Co-Founder Michael Trautmann, der sich theoretisch und auch praktisch sehr viel mehr damit befasst hat, weil er auch ein Podcast schon ganz lange hat zum Thema New Work.

00:03:25: Und ich kam eher so aus der Praxisseite und hab ihn am Anfang ganz schön in die Mange genommen und meinte, ja, aber wieso soll das alles neu sein?

00:03:31: Das machen wir ja schon seit, keine Ahnung, zwanzig Jahren, dass wir gucken müssen, wie vernünftig geführt wird.

00:03:37: Und tatsächlich ist aber auch fairerweise das Thema New Work auch in den Achtzigern entstanden.

00:03:42: Es ist halt nur immer noch in vielen Kontexten Nachruhbedarf gegeben.

00:03:46: Das stimmt.

00:03:47: Da würde ich gerne noch mal kurz darauf eingehen auf das Thema New Work, weil eigentlich ist selten klar, was genau darunter verstanden wird.

00:03:54: Vielleicht kannst du das für unsere Zuhörer noch mal ein bisschen klarstellen.

00:03:58: Ja, wobei ich jetzt auch nicht für mich pachten würde, dass ich so die allgemeingötige Definition habe.

00:04:03: Aber wir haben ja auch ein sehr erfolgreiches Buch zu dem Thema geschrieben und das Buch heißt, wenn Arbeit etwas wird, das Menschen stärkt.

00:04:10: Und das ist auch die Vision und auch die ursprüngliche Idee von Fritjof Bergmann, der ja genau dieses Thema in den Achtzigern entwickelt hat.

00:04:19: Wie können wir Arbeit so gestalten, dass Menschen gestärkt daraus hervorgehen?

00:04:23: Und das ist aber für mich total ... auch im Interesse der Unternehmen.

00:04:27: Also ich sehe da eine große Win-win-Situation darin.

00:04:31: Und worum es für mich nicht geht, ist das, was wir in erster Linie jetzt an sozialen Medien, auf LinkedIn und so weiter zum Beispiel sehen, dass da sehr viel Benefits hervorgehoben werden oder dass es sehr stark darum geht, eigentlich möglichst wenig zu arbeiten, weil dann haben wir immer noch nicht den Kontext der Arbeit an sich verbessert.

00:04:51: Und für mich hat New Work ganz viel auch mit persönlicher Klarheit und Stärke zu tun, die man natürlich nicht immer in die Wege gelegt kriegt, aber wo es wichtig ist, sie aufzubauen und auch Eigenverantwortung zu erlernen und zu übernehmen.

00:05:05: Und natürlich aber auch ganz, ganz viel mit Führung, mit Zusammenarbeit und all diesen Themen.

00:05:11: Und viel, viel weniger damit, dass man jetzt über vier Tage Wochen Workation Remote Only und so weiter diskutiert.

00:05:20: Das sind halt Ansprüche, die zusätzlich ins Spiel gekommen sind und die man sich angucken muss.

00:05:25: Und auch schauen muss, wie geht man mit diesen Ansprüchen oben, aber es ist nicht der Kern von New Work.

00:05:30: Du hast das Thema Führung angesprochen und die Arbeitswelt, die verändert sich gerade aktuell mehr denn je.

00:05:38: Was wäre deine Meinung nach dann, die Leadership Skills, die CEOs von morgen brauchen und unbedingt mitbringen müssen?

00:05:46: Also für mich wären das noch ... immer noch Softskills, wobei ich das Wort Softskills nicht mag, weil das trivialisiert das Ganze.

00:05:54: Aber gerade in Zeiten, wo ja fachliche Aufgaben auch immer mehr von künstlicher Intelligenz übernommen werden, ist ja viel spannender, auf die Sachen zu gucken, die KI eben nicht übernehmen kann.

00:06:06: Und das hat für mich ganz viel mit Empathie zu tun.

00:06:08: Das hat für mich ganz viel mit der Fähigkeit zu tun, Menschen zu verstehen, mit Diversität umzugehen, sie so zu motivieren.

00:06:16: dass sie auch wirklich Bock haben und dass auch eine Art intrinsische Motivation entsteht und auch zu schauen, wie kann ich die Kultur eines Unternehmens gestalten?

00:06:25: Weil da haben die CEOs natürlich auch mit ihren Teams schon einen riesengroßen Impact drauf, weil ich jetzt in der Praxis ganz oft sehe, dass eine bestimmte Kultur zwar erwünscht ist, aber nicht wirklich von oben gelebt wird und dann kann man auf anderen Ebenen nur begrenzt gut arbeiten, wenn dann die ganzen Wertschätzungsmechanismen und wofür jemand befördert wird und was eigentlich wirklich in der Praxis dann zählt, etwas völlig anderes ist.

00:06:51: Und insofern glaube ich, dass Führungskräfte und CEOs insbesondere dieses Skill zu brauchen, das zu sehen, zu verstehen und natürlich auch nach vorne zu denken und nicht nur zu gucken.

00:07:03: Was müssen wir jetzt dieses Jahr einsparen?

00:07:05: oder was brauchen wir jetzt dieses Jahr, damit der Shareholder glücklich ist, sondern eine längere Perspektive einzunehmen, was ich manchmal vermisse?

00:07:13: Vielleicht nur mit dem Zusammenhang.

00:07:15: Siehst du da irgendwo Trends?

00:07:17: Also wir haben Technologisierung, künstliche Intelligenz.

00:07:20: Da sind auf einmal viele neue Topics auch auf dem Schreibtisch eines CEOs, eines CEO, wo man vielleicht auch ein anderes Mindset dann zukünftig braucht.

00:07:30: Also, ich glaube, dass das Thema KI das Größte ist, womit sich alle Unternehmen fassen müssen.

00:07:36: Und das ist ja auch viel mehr als ein Trend, weil ein Trend ist ja ganz oft so eine kurzfristige Erscheinung.

00:07:41: Und KI wird bleiben und jedes Unternehmen wird sich damit auseinandersetzen müssen.

00:07:46: Und die Frage ist aber, auf welchem Level setzt man sich damit auseinander?

00:07:50: Also, man hat das Thema noch nicht gemastert, nur weil alle Unternehmen plötzlich ChatGPT benutzen, zum Beispiel.

00:07:56: Sondern wie kann ich auch mein Business mit KI entwickeln und wie bekomme ich das auf eine Art und Weise hin, dass es eben weiterhin ein Unternehmen ist, in dem Menschen eine wichtige Rolle einnehmen, aber eben genau die Reuen einnehmen, die dann eben Wert schöpfen sind und die entscheiden sind, dafür das ganz so gut ineinander greift.

00:08:16: Ja, wir sind das auch heutzutage immer mehr, dass es wichtig ist für die Führungskräften, dass sie wirklich mit KI umgehen können und So ein bisschen wie ein Art AI Copilot, und dass man wirklich verstehen muss, wie setzt man es ein und dass das Thema kritisches Denken dabei auch so relevant ist.

00:08:32: Wie stehst du dazu?

00:08:34: Naja, also das Thema kritisches Denken ist im Zusammenhang mit KI im Moment unfassbar wichtig.

00:08:38: Ich gab ja gerade erst wieder diese News, dass die Halluzinationsrate bei manchen Modellen ist.

00:08:46: Und ich glaube, man muss im Moment KI... als eine entwickelnde Technologie verstehen und nicht sagen, das war jetzt nicht richtig und deshalb benutze ich das nicht.

00:08:56: Aber genauso darf ich ja auch nicht sagen, ich übernehme das jetzt total unkritisch, sondern KI kann im Moment ein guter Sparringspartner sein, wenn wir zu von diesen Einzelanbindungen sprechen in der KI kann.

00:09:10: Ideen reinbringen, aber ich finde es super, super wichtig, dass das kritische Denken nicht verloren geht.

00:09:15: Und das manchmal auch meine Sorge, wenn sich Leute zum Beispiel viel zu schnell mit KI-Ergebnissen zufrieden geben und die einfach unreflektiert posten oder teilen oder irgendwo hinschreiben, das treibt mich schon sehr.

00:09:27: Ja, das ist wichtig, was du sagst.

00:09:29: Wir haben auch damals gelernt, glaube ich, auch von der Schule oder im Studium, du brauchst nochmal eine zweite Quelle, einen Vergleich, dieses kritische Denken.

00:09:36: Wie bringst du das zukünftigen Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmern, die nachvollen Generationen bei?

00:09:41: und wie kannst du das sicherstellen in einem Unternehmen, dass du nicht copy-paste-mäßig alles so hinnimmst, sondern Dinge weiterentwickelt hast.

00:09:49: Also wenn wir jetzt von KI reden, das ist ja normalerweise jetzt nicht meine Aufgabe, Leute zu trainieren, KI richtig zu benutzen.

00:09:54: Aber da finde ich halt super wichtig, dass es Einordnungen gibt und dass die Leute, und das kann ja mal sehr gut auch über HR laufen, weil die haben ja den größten Hebel, wo sie wirklich Kontakt zu allen Menschen im Unternehmen haben, dass man ihnen wirklich beibringt, wie wollen wir es nutzen.

00:10:10: Und ich finde zum Beispiel immer wichtig, dass man sich erst eigene Gedanken macht, bevor man die KI konsultiert und dann die KI ergänzen lässt.

00:10:21: Dann werden die Ergebnisse in der Regel besser.

00:10:23: Oder eine Freundin von mir, die hat paar Kinder, also drei.

00:10:30: Die lässt ihre Kinder Dinge mit KI erarbeiten, zwingt sie dann, aber das ohne Handy in der Hand und ohne Computer irgendwo, dann hinterher vorzutragen.

00:10:41: Und das finde ich auch irgendwie eine ganz coole Überlegung, oder sie hat auch erzählt, dass in englischen Schulen zum Beispiel fast nur noch mündliche Prüfungen gemacht

00:10:49: werden,

00:10:50: um eben zu gucken, was ist denn hängen geblieben und können die Schüler und Schülerinnen diese Zusammenhänge darstellen.

00:10:56: Und jetzt geht es natürlich nicht darum, dass Arbeitnehmende jetzt kontinuierlich in der Prüfungssituation sind.

00:11:01: Aber ich finde es wichtig, denen eine gute Reihenfolge beizubringen, ihnen natürlich auch die Angst davor zu nehmen.

00:11:08: Aber eben auch zu sagen, wie kann man zum Beispiel, es gibt ja auch verschiedene Möglichkeiten, dass eine KI das Ergebnis der anderen KI überprüft, noch mal ein Check macht oder ins Barren geht.

00:11:18: Also dass man da viel mehr die Möglichkeiten zeigt und sagt, wo stehen wir gerade und was sind die Grenzen und was kann man alles tun, um möglichst die Nachteile der Grenzen abzupuffern.

00:11:30: Und da, glaube ich, ist einfach eine gute Begleitung unerlässlich.

00:11:37: So sehe ich das jetzt in diesem Mini-Kontext-KI.

00:11:39: Wenn du mich generell fragst, wie kann man Menschen kritisches Denken beibringen?

00:11:43: Ist das natürlich eine riesengroße Frage, was ich mir auch im Bereich Social Media zum Beispiel viel mehr wünschen würde.

00:11:49: Ja, und du hast angefangen mit den Thema Soft Skills, wo wir nach Leadership Skills gefragt haben.

00:11:54: Und ich glaube, dieses Thema Soft Skills und auch emotional intelligence oder emotionale Intelligenz auf Deutsch, dass das auch wirklich das entscheidende Gegengewicht ist, gerade in diese digitale Beschleunigung.

00:12:04: Und dass man das halt wirklich nicht unterschätzt.

00:12:06: Ich hätte noch eine Frage diesbezüglich.

00:12:09: Also, wenn du wirklich eine junge Führungskräfte, eine Rat geben könntest in Sache Führung, was wäre das?

00:12:16: Ich darf nur einen geben, okay, dann würde ich zuhören.

00:12:19: als Ratschlag geben, lernen zuzuhören, lernen wirklich zu verstehen, gute Fragen zu stellen, unterschiedliche Perspektiven wahrzunehmen.

00:12:30: Also da den Schwerpunkt zu sehen, anstatt sich unter Druck zu setzen, weil so ging mir das zum Beispiel als junge Führungskraft, dass ich das Gefühl hatte, okay jetzt bin ich Führungskraft, jetzt muss ich alles wissen oder muss auch alles besser wissen oder muss irgendwie alles von allen eine Ahnung haben.

00:12:47: und du sagst, drei Worte und ich weiß schon, was die Antwort ist.

00:12:50: Und mein Bild von Führung ist ja nicht, also heute ist heute nicht, dass man irgendwie die schlauste beste Person ist, sondern dass man jemand ist, der ein ganz anderes Skillset auch reinbringt.

00:13:02: Und da finde ich, wenn man gut zuhören kann und auch zusätzlich gute Fragen stellt, dann findet man viel mehr raus und kann sich den Job auch viel leichter machen.

00:13:13: Dankeschön.

00:13:14: Wir haben jetzt eher über die Skills gesprochen und die Brücke zuschlagen zum Thema Werte.

00:13:20: Was sind so Werte, die eigentlich unverzichtbar sind, als Führungskraft gibt es da?

00:13:24: Jetzt auch aus den Beratungstätigkeiten, die du hast, irgendwo auch Trends oder Schnittmengen?

00:13:32: Also ich glaube, dass das Thema Authentizität sehr, sehr wichtig ist, weil das hat dann wiederum ganz, ganz viel damit zu tun, ob die Leite einem vertrauen.

00:13:44: Ich weiß, dass das vorhanden nicht schwer ist, also sich die jetzt zuzulegen, wenn man das Gefühl hat, man muss aber irgendwie eine Mauer um sich rum haben oder man muss ein bestimmtes Image beschützen, aber Menschen lernen oder merken immer, ob jemand authentisch ist oder nicht.

00:13:58: Und gerade weil wir im Moment ganz, ganz viel Transformation erleben.

00:14:03: Ich hatte heute Morgen mit Menschen Gespräche, die mir alle erzählt haben, bei uns in der Firma wird was zusammengelegt, wird was abgestoßen, wurde was neu gekauft, müssen Teams neu geschnitten werden.

00:14:13: Ich hatte das Gefühl, dass wir gerade wieder so auf so einem Peak sind, wo sich in unfassbar vielen Unternehmen was tut.

00:14:18: Und wenn ich durch solche Prozesse begleiten möchte, dann müssen die Menschen mir vertrauen, weil es ist nicht alles klar, es kann nicht alles kommuniziert werden.

00:14:27: Es wird immer Stellen geben, wo Vertrauen eigentlich die Brücke nur sein kann über irgendein Abgrund, der sich gerade ergibt, der hoffentlich danach auch wieder weitergeht.

00:14:38: Und deshalb finde ich authentisch zu sein sehr entscheidend.

00:14:43: Und ich finde aber, wenn ich noch ergänzen darf auf das Thema Verantwortungsbewusstsein, welchen Trends setzen dürfte, würde ich denen setzen, ob das wirklich einer ist, das bag ich zu bezweifeln, aber dass man eben sich auch verantwortlich für die Veränderungen, die man da anstößt, für die Menschen, die davon betroffen sind, für die Auswirkungen, die das vielleicht auch auf die Gesellschaft oder die Welt oder die Umwelt hat.

00:15:05: Das ist schon etwas, das ich mir sehr wünschen würde als Trend.

00:15:08: Ich würde da noch ganz kurz darauf eingehen.

00:15:10: auf dein erste Kommentar, dieses Thema authentische Führung.

00:15:14: Ich bin auch große Fan davon.

00:15:15: Ich find's auch wahnsinnig anstrengend, wenn man nicht authentisch ist.

00:15:18: Ich frag mich auch, wie die Leute das teilweise hinkriegen.

00:15:20: Aber was bedeutet für dich authentische Führung und wie lebst du das?

00:15:24: Für mich heißt authentische Führung, dass ich anderen auch sehr viel Klarheit gebe, was sie von mir erwarten können und was ich von ihnen erwarte.

00:15:33: Also dass ich zum Beispiel, wenn wir jetzt wirklich im Führungskontext sind, klare Grenzen.

00:15:40: habe und die auch kommunizieren, damit ich für andere auch ein Stück weit berechenbar bin.

00:15:45: Also es gibt so Sachen, die sind halt verhandelbar und Sachen eben nicht und dass ich auch klar bin, was meine Werte angeht, damit andere sich auch entscheiden können, möchte ich für diese Person arbeiten, kann ich dem zustimmen oder eben auch nicht.

00:15:59: Und das hat ganz viel mit Selbstbewusstsein im eigentlichen Sinne zu tun, weil Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen wird ja gerne verwechselt, aber Selbstbewusstsein heißt vor allen Dingen, dass ich mir selber bewusst bin, wo ich gerade stehe, was meine Stärken sind, was meine Schwächen sind.

00:16:14: Und das finde ich eine ganz wichtige Voraussetzung, um authentisch zu sein, dass ich da viel Reflektionsarbeit vielleicht schon geleistet habe in meinem Leben oder sie leiste und das für mich auch als ein spannendes Feld sehe und dass ich dann eben auch das offen kommuniziere und vorlebe.

00:16:33: Aber gleichzeitig eben auch anderen natürlich den Raum gebe, dass die auch authentisch sein dürfen, was aber immer noch für mich in einem professionellen Kontext stattfindet muss.

00:16:45: Dass man sich selber sein kann.

00:16:47: Ja.

00:16:48: Ja, vielleicht immer so auch in dem Zusammenhang.

00:16:50: Wir haben auch jetzt durch Gesprächen innerhalb unserer Industrie, Personalberatung, Executives, unheimlich viele Topics, die du jetzt gerade auch angesprochen hast, also das Downsizing.

00:17:01: Du hast restrukturierend, du hast Abbau, der Laden wird zugesperrt, Personal wird abgebaut.

00:17:06: Ich glaube, das ist eine Riesenherausforderung für Lieder heutzutage, da transparent zu sein.

00:17:12: auch empathisch zu sein und da irgendwo auch Hoffnung zu geben.

00:17:16: Ich glaub, das ist auch dieses Beziehungspflegethema.

00:17:19: Das ist auch was in Zeiten, wo diesen noch viel wichtiger ist.

00:17:23: Ja, vielleicht hast du da auch noch mal so ein paar Schnittmengen auch.

00:17:27: Oder siehst du da auch solche Trends jetzt in den Gesprächen mit Liedern, mit denen du immer austauscht bist?

00:17:32: Also ich hab das Gefühl, dass das Thema ... authentische Führung schon etwas ist, dass allgemein viel bewusster geworden ist in den letzten Jahren.

00:17:42: Also wenn man sich zum Beispiel, keine Ahnung, Management Literatur aus den Achtzigern ist beispielsweise unheimlich schlecht geheitert, weil da so ein Image dargestellt wird von wie eine Führungskraft zu sein hat und man muss immer Inspiral sein und so weiter, da wird dann auch immer so ein Prototip dargestellt.

00:17:58: Und wenn natürlich dann andere Führungskräfte versuchen, dem nachzueifern, da das ja ein sehr individuelles Stärkenset ist, dann haben wir ja schon eigentlich dem Thema für eine Authentizität die Tür geöffnet.

00:18:12: Und ich glaube, heute wird das viel ... vielschichtiger gesehen.

00:18:15: Also heute gibt es introvertierte Führungskräfte, extrovertierte Führungskräfte, das Gefühlskräfte, diese kreative als Gefühlskräfte, die legen mehr Wert auf Prozesse und Strukturen.

00:18:25: Und das darf auch alles sein.

00:18:27: Und das finde ich meine ganz wichtige Grundlage, weil manchmal liegt es ja nicht an mir als Person, dass ich mich nicht authentisch zeige, sondern dass ich in einer Kultur bin, wo so nach Normsschablone rekrutiert wird und mir auch irgendwie vermittelt wird, dass das, was wir suchen und das, was hier gezeigt werden muss.

00:18:43: Deshalb glaube ich, dass wir da in Summe besser werden, aber dass trotzdem viele Fügungskräfte in einem unfassbaren Spagat sind.

00:18:54: Also ich sehe es immer, wenn so Transformationsprojekte laufen und dann soll eine Message transportiert werden und man merkt so richtig, wie die Person das mitteilen soll.

00:19:05: Und sie sagt dann, wie sie es mitteilen wollen würde.

00:19:07: Wenn die dann so aus dem Herzen spricht, habe ich das Gefühl, okay, kann ich für Teil gut verstehen.

00:19:12: Und dann, das soll kein Bärsching sein, aber dann kommt gerne mal die Kommunikationsabteilung und fängt an.

00:19:18: überall mit dem Rotstift dran zu gehen und dann kommt noch der Betriebsrat und dann kommt noch irgendwie der Rest des Führungsteams und irgendwann ist ein total verbogene Message da, die dann eigentlich auch keiner mehr so richtig kauft.

00:19:30: Und dann ist das eben nicht die Schuld der einzelnen Personen, sondern ganz oft das, was daraus gemacht wird.

00:19:34: Und da wünsche ich mir einfach, dass wir noch viel mehr uns trauen.

00:19:40: Uns trauen, von Hochglanz-Kommunikationen abzuweichen.

00:19:45: Uns trauen ... Vielleicht auch im schlimmsten Fall, dass es dann nach irgendeiner Präsentation ganz viele Fragen gibt oder dass Menschen mit Bedenken kommen, die man ja oft versucht, dann kommunikativ im Keim zu ersticken.

00:20:01: Aber das sind ja sowieso die Informationen, die wir brauchen.

00:20:04: Und ich finde, solange ich eine Kultur geschaffen habe, dass diese Zweifel-Fragen ängstlich adressiert werden, habe ich ja voll viel geschafft, weil geredet wird immer.

00:20:14: Und geredet wird eben auch gerade, wenn die Kommunikation zu glatt ist.

00:20:18: Ja, und wenn man einfach nicht nur eine Top-Down-Kommunikation hat, sondern auch im Bottom-Up und die Leute sich trauen, ne?

00:20:23: Ja, voll.

00:20:24: Und das ist der nachhaltigere Weg.

00:20:26: Vielleicht hier auch noch mal ein Punkt, also positive Beispiele erfolgreicher Menschen zeigen, dass Integrität und Empathie der nachhaltigere Weg sind.

00:20:34: Kann man das dann überhaupt lernen?

00:20:35: Also Integrität und Empathie, also Führungskräfte werden ja nicht geboren, die werden ja entwickelt.

00:20:42: Ich glaube auch Authentizität, das weißt du erst, wenn du ein paar Mal auf die Herdplatte gepackt hast, wenn du irgendwo auch eine gewisse Reife hast und selber dann irgendwo deine innere Mitte gefunden hast als Führungskraft.

00:20:55: Daher bist du vielleicht auch irgendwo Bittsteller und bist im Druck ausgesetzt, in einer Sandwich-Position zu sein und mit Mitarbeitenden unterschiedlichster Teamkonstellation erst mal umzugehen.

00:21:07: Das ist ja was, was du nicht sofort kannst.

00:21:09: Und deswegen nochmal die Frage Integrität, Empathie.

00:21:13: Ist das was, was angeboren ist oder was du lernst oder reflektierst?

00:21:16: Also ich würde den einen Aspekt, den du gerade gesagt hast, total wichtig zu betonen.

00:21:20: Also aus gute Führungskräfte waren irgendwann auch mal schlechte Führungskräfte.

00:21:24: Und ich kann mir nicht vorstellen, dass das jemals anders war.

00:21:27: Also ich will jetzt nicht so doll in den Kategorien von guten Schlechtdenken, aber wir alle wissen, wir lernen aus unseren Fehlern oft am meisten.

00:21:33: Und deshalb kann sich natürlich im Wertesystem auch verändern.

00:21:36: Ein Wertesystem ist ja ganz oft geprägt von Glaubenssätzen, von Umgebungen, in denen man sozialisiert wurde, von der Unternehmenskultur und so weiter.

00:21:45: Das heißt, gibt natürlich Unternehmen, wo super Unenttäger gehandelt wird, weil das eine Möglichkeit ist, vorwärts zu kommen.

00:21:52: Aber es gibt natürlich auch Unternehmen, wo viel genauer drauf geachtet wird.

00:21:56: Und je nachdem, wo ich jetzt zum Beispiel meinen ersten Job hatte, habe ich wahrscheinlich auch eine andere Sozialisation.

00:22:02: Und deshalb, glaube ich, sind wir da durchaus oft geprägt.

00:22:06: Wir sind aber auch flexibel im Sinne, dass ich das entwickeln kann.

00:22:10: Aber um jetzt ganz konkret auf deine Frage einzugehen, kann man das lernen?

00:22:16: Das hängt, glaube ich, auch wirklich davon ab, ob man das lernen möchte.

00:22:21: Und wenn ich jetzt zum Beispiel jemand bin, der super Unenttäger ist und keine Ahnung, drei Häuser hat, die mit Schwarzkohle bezahlt wurden und über Mobbing, Ellbogen und so weiter an seine aktuelle Position gekommen ist und einen Menschen irgendwie manipuliert und das aber für ein Erfolgsmodell hält, weil es für die Person in dem Kontext irgendwie auch erfolgreich war.

00:22:45: dann wird die ja gar nicht bereit sein zu sagen, ob ich möchte jetzt aber ein anderes Wertesystem entwickeln, weshalb das eher unwahrscheinlich ist.

00:22:53: Bei Empathie habe ich das Gefühl, kann man noch so bis zu einem gewissen Level, wenn Menschen das eben nicht so doll mitkriegen, weil das hat natürlich schon ganz viel auch mit Stärken und so zu tun, über Reflektionsübungen und so schon einiges schaffen.

00:23:07: Aber natürlich ist die Voraussetzung immer, dass man das möchte.

00:23:10: Ich hätte gerne noch was mehr gewusst über das Thema Personal Branding und da habe ich halt eine Frage für dich.

00:23:16: Was bedeutet das deine Meinung nach und wie baue ich mein Personal Branding erfolgreich auf?

00:23:21: Große Fragen.

00:23:23: Also das erste ist ja, dass man immer ganz gerne sagt bei Personal Branding, dass man aus sich als Person eine Marke gemacht hat.

00:23:31: Ich finde das immer, zumindest in meiner Selbstvernehmung, ein bisschen schwierig, weil ich möchte eigentlich Heimmarke sein, weil ich auch nichts... Verkaufe, also kein Konsum, gut, dass man kaufen oder verkaufen kann.

00:23:43: Aber natürlich stimmt es auf eine Art, dass Leute was mit dir verbinden.

00:23:46: Also genauso wie bei einer Marke verbindet man ja auch bestimmte Attribute oder bestimmte Themen.

00:23:51: Und das ist ja auch mit einem Menschen so.

00:23:53: Und das kann super hilfreich sein, muss das gar nicht immer.

00:23:56: Vielleicht kommen wir da auch gleich noch drauf zu sprechen.

00:23:59: Aber das wäre jetzt erstmal so meine Definition von Personal Branding.

00:24:03: Und wie man das aufbaut.

00:24:07: Als überblicksartig will ich das erst mal darstellen.

00:24:09: Wenn ihr Fragen habt, geht ihr einfach gerne rein.

00:24:12: Es geht ja erst mal darum, rauszufinden, was ist so ein Thema, das ich auch gerne mit dem ich gerne verbunden werden möchte.

00:24:19: Wer jetzt zumindest mal eine Empfehlung, dass man sich das einmal bewusst macht.

00:24:22: Und das kann natürlich sein, dass man einfach der bestimmte Expertisen

00:24:25: hat.

00:24:26: Oder auch, es kann genauso gut auch sein, dass man eine ganz spezielle Perspektive auf etwas hat.

00:24:31: Also, dass man zum Beispiel jemand ist, der ... als Kind nach Deutschland gekommen ist, Migrationshintergrund hat, dann hier einen sehr großen Weg hingelegt hat, um dann Führungspositionen zu erreichen und ganz viel zu erzählen hat, aus diesem Weg ganz viel neue Perspektive reinbringen kann für die Mehrheit der Menschen.

00:24:50: Das wären so für mich die beiden Grundrichtungen, Expertise oder Perspektive oder halt beides.

00:24:56: Und dann geht es ja schon darum, sichtbar zu werden, weil so lange ich das halt nur bei mir behalte, habe ich noch keine Marke aufgebaut.

00:25:04: Das heißt, Ich sollte mir dann schon überlegen, passt in meinen unterschiedlichen Strategien, um in die Sichtbarkeit zu kommen.

00:25:11: Jetzt ist es natürlich für mich, hat zum Beispiel LinkedIn total viel bewirkt.

00:25:16: Also es kann eine Social Media Plattform sein, wenn wir von beruflichem reden, wird es sehr wahrscheinlich LinkedIn sein.

00:25:22: Es kann aber genauso sein, dass jemand sagt, ich möchte gerne über das Thema Speaking sichtbar werden.

00:25:28: Das heißt, dass ich mich auf Konferenzen zeige und dort spreche, dass Eine kann auch mit dem anderen sehr gut korrelieren, weil ich mittlerweile einfach auch feststelle, dass für Konferenzen Reichweite total wichtig ist, dass ich es nur so halb positiv sehe, weil ich finde, in der Reichweite zeigt sich nicht immer, ob man dort aussprechen sollte und kompetent ist.

00:25:52: Aber geben wir mal vom besten Case aus.

00:25:55: Und dann kann es natürlich auch andere Sachen geben.

00:25:57: Fachartikel, also gerade in der Wissenschaft sind natürlich Fachartikel total entscheidend.

00:26:03: Da wird jeder, glaube ich, für sich schnell sagen können, wo man in welchen Feldern man sich da zu Hause fühlt.

00:26:08: Und dann geht es halt um Kontinuität und das ist manchmal der schwierigste Teil daran.

00:26:12: Also, weil das kostet Zeit, das ist Aufwand.

00:26:17: Und man muss aber eben einfach in der Regelmäßigkeit daran arbeiten.

00:26:22: Das ist auch nicht schlimm, weil man mal irgendwie vier Wochen nichts macht.

00:26:25: Aber grundsätzlich entsteht einfach eine Personal Buand, wirklich Stein für Stein.

00:26:31: und nehmen Kontinuität wahrscheinlich auch, dass es konsistent ist.

00:26:35: Ja genau, das ist die Frequenz.

00:26:36: Heute das und morgen das und so weiter.

00:26:38: Ja genau, weil dann nehme ich an den Menschen die Möglichkeit, mich mit einem Thema zu verbinden.

00:26:43: Wobei, in meinem Fall ist es ja ein unheimlich breites Feld.

00:26:46: Wenn ich über New Work und leadership rede, dann kann ich ja fast überall das reden, was so im Büro passiert.

00:26:51: Das ist mein Vorteil, weil ich mir halt auch die Band breite.

00:26:54: Sehr schön.

00:26:56: Muss dann jede Führungskraft deine Meinung nach zwingend sichtbar sein, um beruflich erfolgreich zu sein?

00:27:02: Also für mich kommt darauf ansichtbar, wo.

00:27:04: Ich glaube, man muss nicht als Führungskraft zwingend auf LinkedIn aktiv sein oder zwingend auf Konferenzen sein und so weiter.

00:27:12: Aber wir haben mittlerweile in unsere Leadership Trainings auch das Thema Sichtbarkeit und Netzwerk integriert.

00:27:17: Weil Sichtbarkeit im Unternehmen hat sich schon für sehr wichtig, weil es nicht nur um eine eigene Keile geht, sondern auch darum, dass ich natürlich für mein Unternehmen, für meinen Bereich, für mein Team auch darüber etwas aufbauen kann.

00:27:31: Also ich kann deren Arbeitssichtbar machen, ich kann unterschiedliche Unterstützungen reinholen, ich kann Dinge möglich machen manchmal.

00:27:41: entsteht ja auch oder sehr oft entsteht daraus ja auch aus Zufällen, dann etwas, das mir sehr hilfreich sein kann für mein Themen und dem Bereich.

00:27:49: Und deshalb finde ich, wenn da ruhig introvertiert als Führungskraftsein, ich bin tatsächlich auch introvertiert, aber sollte nicht unterschätzen, dass das schon auch eine Voraussetzung sein kann, um einfach den bestmöglichen Job zu tun.

00:28:06: Danke.

00:28:07: Du hattest gerade gesagt, LinkedIn im beruflichen Kontext ist wahrscheinlich auch um sichtbar zu sein.

00:28:12: Ein gutes Instrument, eine gute Plattform.

00:28:15: Du hast jetzt über siebzigtausend Follower.

00:28:18: Wie ist dir das gelungen?

00:28:19: In welchem Zeitraum gibt's da irgendwie eine Liste?

00:28:23: Hast du da jetzt wöchentlich fünftausend Anfragen rausgeschickt?

00:28:26: Was ist das Rezept?

00:28:27: Ich

00:28:28: glaub, da hast du keine Zeit für,

00:28:31: oder?

00:28:31: Anfragen schick ich nie.

00:28:34: Also super, super selten.

00:28:36: Das ist natürlich auch so eine Strategie, die natürlich auch ganz oft bei mir aufpopt, weil wenn du mit KI durchsuchen lässt, dann taucht irgendwann auch mein Profil auf und dann gucke ich immer, wie viel gemeinsame Kontakte ich mit der Person habe.

00:28:50: und entweder kenne ich die Person dann... natürlich will sie annehmen, unabhängig davon wie viel gemeinsam, aber wenn es unterhundert gemeinsame Kontakte sind, dann ist es sehr oft etwas, der einfach nur an Fragen raus schickt und sich große Accounts raussucht.

00:29:02: Das wäre für mich keine Strategie, sondern bei mir ging es tatsächlich über das Posten, über Beiträge.

00:29:11: nachdem wir unser Buch veröffentlicht haben, damit angefangen, tatsächlich weil mir das Schreiben gefehlt hat.

00:29:15: Also dachte irgendwie, ja gut, mein Kollege Michael hat das schon die ganze Zeit immer gesagt, ich soll mir auf LinkedIn machen und wir haben dann ja auch angefangen, so am Anfang unser Buch zu posten oder Feedback zu posten, weil ich ja auch unheimlich oft verlinkt wurde dann, weil dieses Buch auf LinkedIn irgendwie diskutiert wurde.

00:29:33: Und dann habe ich ganz Wirde erste Versuche gemacht, also wenn ich mir meinen ersten Post durchlese, das ist echt unangenehm.

00:29:41: Aber man lernt ja darüber.

00:29:43: Und ich war erstaunt, wie gut teilweise die Diskussionen sind.

00:29:47: Ich habe dann für mich auch gemerkt, was sind so Themen, die zu mir passen, über die ich schreiben will.

00:29:53: Eigentlich dachte ich erst, ich wäre viel fachlicher, aber ich mag wirklich sehr gerne auch über Perspektiven schreiben, Sachen, die mich beschäftigen, Sachen, die ich irgendwie wichtig finde.

00:30:03: Ich habe ja auch zum Beispiel im letzten Jahr, als es mich betraf, über das Thema Wechseljahre im Job geschrieben, was total viel positive Resonanz gebracht hat, wo ich gar nicht mit gerechnet habe.

00:30:16: find's irgendwie spannend, so Themen, die vielleicht viele Menschen beschäftigen, aber über die keiner redet, rauszuholen.

00:30:22: Und das war vielleicht etwas, das mir geholfen hat, dass ich das mache.

00:30:26: Und jetzt komme ich über den Bogen zu etwas, das ich immer auch noch wichtig finde.

00:30:30: Ich konnte das auch machen, weil ich hab mein eigenes Unternehmen.

00:30:34: Ich finde das total wichtig, nochmal zu differenzieren, wenn Menschen in großen Unternehmen arbeiten, dann kann das auch ein Risiko sein.

00:30:41: Und dann wird das auch gar nicht immer unbedingt gerne gesehen, wenn die auf Social Media aktiv sind und dann würde ich das auch nicht tun.

00:30:48: Das heißt, das ist für mich keine One Fits All Geschichte, sondern es kann beruflich nachteilig werden, dass Menschen sagen so, Die hat wohl nichts Besseres zu tun.

00:31:00: So warum kann die auf LinkedIn posten jeden zwei einen Tag?

00:31:02: oder dass man dort Themen platziert, wo dann hinterher überein geredet wird.

00:31:07: Auch so bei Themen wie Mental Health und so.

00:31:09: Da sind wir leider doch nicht da, dass das immer positiv gesehen wird.

00:31:13: Und man muss natürlich aufpassen, da kann es eben auch nach hinten losgehen, dass wenn man nach außen ein Bild von sich darstellt in Social Media, dass nicht unbedingt mit der Realität zusammenhängt.

00:31:25: Also, ich glaube, das kommt echt oft vor.

00:31:27: So manchen, die reden über gute Führung schwingen und das Team denkt sich, Gott, hast du gelesen, was der geschrieben hat, was im intern die schlimmste Führungskraft ist.

00:31:38: Das darf ich auch sehr vorsichtig.

00:31:40: Aber da fehlt dann auch ganz oft die Selbstreflektion.

00:31:43: Ein eigenes Bild und Fremdbild.

00:31:45: Genau.

00:31:46: Und dann gibt es ja auch noch Trash-Content auf LinkedIn.

00:31:48: So Posts, so Aufregaposts oder total polarisierendes Statements.

00:31:53: Das kann jeder gerne machen, aber auch das glaube ich Zeit nicht unbedingt gut auf die Person in Burntan.

00:31:58: Also das finde ich so ein zweischneidiges Schwert.

00:32:01: springen wir einmal im Thema.

00:32:02: Also passt aber auch ganz gut.

00:32:04: Also Personal Brand und Netzwerke.

00:32:06: Ich glaube, das kann man gar nicht trennen inhaltlich, sondern das hängt stark zusammen.

00:32:10: So eine bisschen provokative Frage.

00:32:12: Ist ein gutes Netzwerk wichtiger als Talent heutzutage?

00:32:17: Ich muss ganz ehrlich sagen, natürlich kommt die provokative Frage nicht von ungefähr, sondern es ist ja auch ein Kapitel aus dem Buch, das Anna und ich dieses Jahr veröffentlicht haben, dass wir das einfach mal so in den Raum gestellt haben.

00:32:29: Trotzdem würde ich sagen,

00:32:30: nein.

00:32:32: Ist das eigentlich nicht?

00:32:34: Also zumindest wünsche ich mir zumindest eine Welt, in der das so ist.

00:32:37: Ich weiß auch, dass Leute mit wenig Talent und über gutes Netzwerk an Positionen kommen, wo man sich wundert.

00:32:44: Aber das wäre nicht die Strategie, die ich empfehlen würde.

00:32:48: Ich würde aber ganz wichtig empfehlen, dass man trotzdem das Thema Netzwerken nicht unterschätzt.

00:32:53: Und das ist etwas, das ganz vielen schwerfällt.

00:32:56: wenn man gerade, wenn man in Jobs eingebunden ist oder wenn man vielleicht auch nicht so gerne zu Events geht oder nicht so gerne in die Sichtbarkeit, dann denkt man immer, ja, das ist nicht so wichtig und so.

00:33:06: Aber es wird ja wirklich, das wisst ihr ja noch viel besser als ich, ein sehr großer Anteil aller Jobs über ein Netzwerk vergeben.

00:33:13: Und es geht ja nicht nur um Jobs, sondern es geht ja auch darum, dass man sich untereinander unterstützt und so weiter und dadurch natürlich auch eine andere Wirksamkeit entfalten kann.

00:33:21: Und deshalb, glaube ich, sollte man sich nicht auf Talent verlassen, weil ... Dann werden andere vielleicht leider auch mit weniger Talent an einem vorbeiziehen, die die Kraft des Netzwerkens gesehen haben.

00:33:33: Und deshalb finde ich immer, es geht ja auch gar nicht darum, dass man da jetzt der Netzwerk König wird oder so, aber dass man dem doch mehr Priorität einräumt.

00:33:42: Ja, das ist auch nochmal die Unterscheidung, wenn ich jetzt in einem beruflichen Kontext mir das anschaue.

00:33:48: Ein internes Netzwerk.

00:33:50: Ich bin jetzt in einer großen Corporate und bin da durchmarschiert und habe zwanzig, fünf, zwanzig Jahre da erfolgreich genetzt werkt und Karriere gemacht.

00:33:58: Und dann kommst du aber vielleicht an einem Punkt, wo du feststellst, da ist ja noch was anderes da draußen.

00:34:03: Und wenn ich mich dann beruflich weiterentwickeln möchte, ist dann auch, glaube ich, so eine Anpassung.

00:34:10: Wie gehe ich jetzt mit Personal Branding um?

00:34:13: Wie gehe ich mit Netzwerken auch außerhalb des beruflichen Kontextes?

00:34:17: um das auch was, wo wir im Karrieremanagement auch beraten.

00:34:21: Also gerade der blinde Fleck, den wir feststellen, gerade bei Menschen, die innerhalb einer Unternehmenslandschaft Karriere gemacht haben, dass da auf einmal man so ein bisschen lost ist.

00:34:30: Und das ist gar nicht dispektierlich gemeint, das ist ein ganz natürliches Verhalten.

00:34:34: Und ich weiß, wie gehe ich jetzt hier vor, um da beruflich auch wieder anzudrücken.

00:34:37: Und

00:34:38: das ist voll der gute Punkt, weil ich diese Gespräche voll oft führe.

00:34:40: Das Leute sagen, ich habe gar kein Netzwerk.

00:34:42: Und jetzt würde ich aber doch gerne mal gucken, ob ich nicht noch vor anderem... arbeiten möchte und dass es dann den Kriegsrat nicht mal eben Netzwerk, so wenn du es jetzt dann gerne hättest, deshalb ist das voll wichtig, das ein bisschen auch immer kontinuierlich aufzubauen und das kostet ja auch jetzt gar nicht unfassbar viel Zeit.

00:35:00: Nee, und nicht damit anzufangen, wenn es akut

00:35:02: wird.

00:35:02: Ja, dann schaffst du es gar nicht.

00:35:03: Dann schaffst du es nicht, ja.

00:35:04: Wir werden so eine große Welle von wirklich Top-Liedern, die aktiv suchen, fahren in der Pandemie.

00:35:11: Also Krisenmanagement ist ja auch eine neue Kompetenz, die Führungskrifte seitdem auch auf einmal auf der Agenda haben.

00:35:19: Und dann auch den Trend, der sich jetzt gerade auch wieder abzeichnen, oder so durch bittschaftspolitische Themenstellung.

00:35:25: Und dann hast du da auf einmal die Möglichkeit, dann aber auch über Netzwerke wiederum Kontakt zu knüpfen, wenn du jetzt in der Situation bist, aktiv suchen zu sein.

00:35:36: Du bist, also ich vergleiche das auch immer mit, wenn du jetzt Executive bist, Lieder bist, mit einem Hochleistungssport.

00:35:41: Du hast nur limitierte Zeit, überhaupt dann ein Podcast zu machen für heute.

00:35:46: Oder limitierte Zeit um... auf die ein oder andere Netzwerkveranstalt zu gehen, als Speaker zu fungieren oder Speakerin Lebenslauf zu schreiben oder was auch immer oder dich in Gespräche hineinzubegeben, wenn du jetzt in einem akuten Bewerbungsprozess dann auch bist.

00:36:03: Ja, das sind so Dinge, die du wahrscheinlich dann auch nicht ad hoc umstellen kannst, sondern immer wieder auch machen musst.

00:36:10: Ja, man darf auch nicht vergessen, also ein Netzwerk kann einen schon auch sehr stärken und ich hätte Also ich muss sagen, ich hab da auch voll spielt mit angefangen.

00:36:19: Also ich hab das auch, keine Ahnung, bis vor vier, fünf Jahren total unterschätzt, weil ich da auch so, ja, der Fleißtyp war und das, ja, wenn man hat Arbeit und talentiert ist und so, dann bitt sich das ja schon alles irgendwie regeln.

00:36:32: Ein kleines Netzwerk hat ja jeder Mensch, weil er hat mit Menschen zusammengearbeitet und so.

00:36:37: Und ich glaube auch, das sollte man gar nicht unbedingt unterschätzen, weil wenn man nämlich gut gearbeitet hat, dann bilden sich da ja auch.

00:36:44: gute Strukturen, um später nochmal vielleicht zusammenzukommen oder weiter empfohlen zu werden.

00:36:49: Aber dieses große nach außen, das war für mich immer eine Vorstellung, dass ich das nicht brauche und nicht will und auch nicht ernst genommen habe.

00:36:59: Und man kann da aber gut reinwachsen.

00:37:02: Also ich bin immer ganz ungern zur Netzwerferanstaltung gegangen.

00:37:08: hab dann immer gesagt, bleib doch auf dem Hotelzimmer und so.

00:37:12: Dann geh öfter mal geht und meistens schon mal zweit mal trist du irgendwie eine Person, die du dann doch schon kennst.

00:37:19: Dann klammert man sich vielleicht so ein bisschen aneinander, ist auch okay irgendwie am Anfang.

00:37:23: Aber ganz viel passiert darüber, dass man auch mal einfach irgendwo ist und Leute einen sehen.

00:37:27: Und dann kann auch beim nächsten Mal jemand ankommen und sagen, hey du warst doch auch irgendwie vor einem Monat oder vor zwei Monaten da und da.

00:37:33: Und darüber wächst es dann.

00:37:35: und mittlerweile kann ich ... Ganz entspannt auf Veranstaltungen gehen, weil ich immer denke, ja, ich werde auf jeden Fall so, so irgendwie Leute treffen, die ich kenne.

00:37:42: Und dann ist es irgendwie viel entspannter und viel schöner.

00:37:45: Und man kann da irgendwie, sollte da keine, keine Sorge haben.

00:37:49: Und man sollte sich aber definitiv die Zeit nehmen, das dann auch mal zu tun.

00:37:53: Ich möchte gerne nochmal einen kurzen Blick in die Zukunft werfen und dich fragen, was du dir wünscht für die Arbeitswelt der Zukunft.

00:38:05: Also eine Sache habe ich ja schon gesagt verantwortungsbewusst sein, würde ich mir jetzt trennt wünschen.

00:38:09: Mal gucken.

00:38:12: Aber ich wünsche mir auch Eigenverantwortung und dass die Generationen, die jetzt in die Arbeitswelt kommen, dann doch noch ein bisschen mehr an die Hand genommen werden, als ich das aktuell wahrnehme.

00:38:25: Also... Das könnte jetzt sehr philosophisch werden, aber ich habe das Gefühl, es gab immer eine Art Generationsvertrag.

00:38:34: Ich bin irgendwo angefangen und da gab es dann immer Leute, die waren schon lange da und die haben mir Sachen gezeigt und von denen habe ich implizit und explizit bestimmte Dinge gelernt, mir abgucken können.

00:38:47: Die haben mir aber irgendwie auch mitgeteilt, was eigentlich wichtig, um erfolgreich zu sein.

00:38:52: Und ich habe das Gefühl, dass dieser Generationsvertrag in Zeiten von Remote Work ein bisschen gebrochen wird, also dass junge Menschen in die Arbeitswelt reinkommen und diese Vorbilder gar nicht mehr haben oder Menschen noch aus Teamscoids kennen und so arbeiten gar nicht richtig lernen, weil sie nur immer so Fragmente und Ausschnitte wahrnehmen.

00:39:17: Und da wünsche ich mir, dass da auch wieder Menschen ein bisschen vielleicht auf persönlichen Komfort verzichten

00:39:23: und

00:39:24: dass diese Onboarding-Prozesse deutlich besser laufen und viel mehr Verständnis auch für junge Menschen da ist.

00:39:30: Weil ich auch glaube, dass zum Beispiel diese Forderungen, über die sich Menschen ja aufregen, kürzlich ging es ja auch darum, dass es ein Influencer meinte.

00:39:39: alles unter einer vier Tage Woche, oder über einer vier Tage Woche, wäre quasi unangemessen, mit fünfundzwanzig, und dann regen sich alle schrecklich auf und sagen, unsere Generation ist so kaputt.

00:39:49: Ich glaube, es liegt einfach daran, dass die orientierungslos sind und dass sie sich halt dann an Social Media orientieren, weil da haben sie halt Zugriff drauf.

00:39:56: Aber so echte Kollegen würden das, glaube ich, schon ganz gut ausgleichen können.

00:40:01: Und da mache ich mir ein bisschen Sorgen bzw.

00:40:03: ein bisschen Wünschen.

00:40:05: Ja.

00:40:06: Wie guckt ihr darauf?

00:40:08: Also ich persönlich, wenn ich mir das anschaue, der Mix ist wichtig.

00:40:13: Warum sollte ich jetzt als Bewerber zu einem Unternehmen X oder Y wechseln?

00:40:18: Da hat teilweise auch seit der Pandemie eine Kulturverwässerung stattgefunden.

00:40:24: Du musst die Menschen an dem Ort der Arbeit irgendwo ranholen, um Kulturwerte miteinander... Teamarbeit und so weiter und sofort kennenzulernen.

00:40:35: Sonst machst du aus dem Homeoffice heraus, wenn du jetzt gar keinerlei Berufserfahrung hast, alles mit dir selber aus und es guckt keiner.

00:40:43: Wir brauchen einfach diesen persönlichen Austausch und so weiter und so fort.

00:40:48: Es hat aber auch eine enorme Herausforderung jetzt für Lieder ausgemacht.

00:40:53: In den letzten Jahren, wenn du auf einmal dezentrale Teams hast oder keinen Grund hast, die Menschen wieder ins Büro oder die Produktion zu holen, ist tricky.

00:41:02: Wir müssen die zukünftigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer da gut abholen, um eben auch Dinge beizubringen.

00:41:10: Ja, ich glaube, es ist eine sehr, sehr gute Frage, aber ich glaube, dieses Fingerpointing ist immer einfach.

00:41:16: Es ist die neuen Generation und es liegt nicht an uns.

00:41:18: Und ich glaube, dass viele Manager vielleicht auch da ein bisschen überfordert sind, weil das Thema digitaler Teams, Remote Arbeit, emotionelle Distanz, virtuelle Führung.

00:41:29: Er fordert, meiner Meinung nach, mehr emotionale Feindgefühligkeit und nicht weniger.

00:41:33: Und ich glaube, da muss jeder einfach auch echt an sich arbeiten.

00:41:37: Und wir müssen die mehr dazu abholen.

00:41:40: Und das sind diese Hip-Hit Working Models.

00:41:43: Mehr herausfordernd als weniger.

00:41:45: Total.

00:41:46: Wir haben jetzt auch wieder unsere neuen Talent Trends rausgebracht.

00:41:49: Das ist eine Marktstudie, wo wir mehrere Tausende von Exekten fragen aus unterschiedlichsten Branchen.

00:41:54: Was ist euch wichtig?

00:41:56: Wo drückt der Schuh?

00:41:57: Was sind so die Faktoren für Wechselmotivation?

00:42:00: Und da hat sich jetzt eben auch gezeigt, also Flexibilität ist einerseits total wichtig und relevant und dann auch so Kultur und Werte.

00:42:08: Und ich glaube, wenn wir das schaffen, irgendwie beides zu connecten, dann haben wir da viel gewonnen.

00:42:14: Finde ich gut.

00:42:17: Eine abschließende Frage an unsere Zuhörer.

00:42:20: Was möchtest du noch mitgeben?

00:42:21: Was können wir konkret tun?

00:42:22: Also du jetzt vielleicht als Beraterin, als Gründerin, als LinkedIn Top Voice und wir als Executive Personalberaterin.

00:42:31: Ich glaube, also ich bin so ein Fan von Eigenverantwortung.

00:42:35: Ich weiß, da ist nicht jeder gleich ausgestattet.

00:42:40: Aber man könnte damit starten, dass man, egal was man für ein Job hat, und zwar entweder ist man Unternehmerin wie ich, da gibt es ja auch mal Sachen, die ein nerven oder man ist Führungskraft, da gibt es auch Sachen, die ein nerven oder man ist Mitarbeiter, da gibt es auch Sachen, die ein nerven, dass man sich mal hinsetzt und vielleicht mal schaut, was gibt mir eigentlich von den Dingen, die ich täglich tue, Energie und was kostet mich Energie?

00:43:04: Und dann guckt, wie kann so ein erster nächster Schritt aussehen, dass ich zum Beispiel die Sachen, die mich Energie kosten, Stück für Stück ein bisschen verbessern oder dass ich sie vielleicht auch los werde oder dass ich einfach Dinge veränder in meinem Unternehmen, in meiner Führung, in meinem Team.

00:43:21: Das finde ich irgendwie ganz gut.

00:43:22: Und wenn man will, kann man das auch noch auch so eine Art Retrospektive machen und sagen, hey, was läuft eigentlich richtig gut und was läuft nicht so gut, dann will ich bei den Sachen, die nicht so gut sind, würde ich dann gucken, welche kann ich am einfachsten beeinflussen und dann würde ich dann immer im nächsten Schritt denken.

00:43:38: Also das heißt, dass man über eine Selbstreflektion und quasi so eine Mikroselbstwirksamkeit, indem man einfach sagt, okay, was ist ein nächster Schritt, der mich da dann irgendwie schon mal weiterbringt, voll viel erreichen kann.

00:43:51: weil man auch lernt, wo Sachen veränderbar sind.

00:43:53: Manchmal sind es ja schon kleine Sachen, die einfach richtig viel bringen.

00:43:57: Und wahrscheinlich auch dabei zu fokussieren, nur auf die Stärken, ne?

00:44:00: Ja, genau,

00:44:01: das ist auch total gut.

00:44:02: Das ist natürlich ein Riesenthema, mit dem man viel machen kann.

00:44:05: Da können wir den nächsten Podcast schon.

00:44:09: Ja, sehr gut, sehr gut.

00:44:10: Wollt drauf

00:44:10: aufbauen.

00:44:11: Ja.

00:44:12: Schöne Überleitung.

00:44:12: Vielleicht, also, zwanzig, sechsundzwanzig, was steht da bei dir auf der Agenda?

00:44:18: Wir bringen im Februar ein Buch aus, also ein neues Produkt, und zwar ein New Work Journal.

00:44:25: Das geht über zehn Wochen und es gibt dann immer zehn, also jede Woche.

00:44:29: Ein Impuls mit ganz, ganz konkreten Sachen, wie kann ich das für mich umsetzen?

00:44:33: Und dann zwischen den Wochen so eine Art Journaling, einmal zur Selbstreflektion.

00:44:38: Aber auch, weil ich so ein ganz großer Fan von Selbstmanagement bin, wie plan ich meinen Tag, wie setze ich Prioritäten und so.

00:44:45: Das wird auf jeden Fall, glaube ich, erstmal ein Thema sein, das uns am Anfang des Jahres beschäftigt.

00:44:53: Ansonsten freu ich mich auch, wenn ich total zufrieden bin, wenn die Sachen, die gerade gut laufen, einfach weiterhin gut laufen.

00:44:59: Und uns fällt dann auch schon bestimmt noch was ein im Laufe des Jahres.

00:45:03: Es gibt ein paar Ideen, aber über die würde ich jetzt ... Also, ich bin so ein Typ, der lieber über Sachen redet, die schon klar sind, und das Journalik grad nehmt mir, da kann ich darüber reden.

00:45:11: Und bei einem anderen, wenn es ein bisschen fester wird, dann kann ich ja auch gut darüber reden.

00:45:15: Du

00:45:16: sagst es gerade, wir schreiben gerade dran, mit wem?

00:45:19: Mit meinem Co-Founder Michael.

00:45:22: Geschrieben haben wir schon, aber jetzt muss es noch produziert werden.

00:45:25: Es

00:45:26: hört sich sehr spannend an und wir wünschen dir natürlich weiterhin sehr viel Erfolg und danken dir auch sehr herzlich für deine Einblicke.

00:45:33: Vielen Dank.

00:45:33: Vielen Dank, Walter.

00:45:35: Spaß gemacht.

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